2017년 8월 30일 
3.11–23.11.2017

Der Ausgangspunkt der Ausstellung ist der 30. August 2017, an dem die beiden Künstlerinnen Jang Young Ae und Lee Ju Ree in Berlin angekommen sind. Das Datum markiert einen neuen Beginn zugleich eine Grenze: Jang und Lee präsentieren neben früheren Arbeiten, ihre Arbeiten, die während ihres Aufenthaltes im Rahmen des Art Berlin Now - I.A.M Residency Programms im Institut für Alles Mögliche entstanden sind. Beide Künstlerinnen sind Stipendiatinnen der Jeonlabukdo Cultural Tourism Foundation in Jeonju in der Republik Korea.

Jang, Yung Ae
"Clue for something"
2002 B.A. Oriental Painting, Hongik Universität, Seoul, Republik Korea
2007 M.A. Bildende Kunst, Hongik Universität, Seoul, Republik Korea

Jang Young Ae setzt sich in ihrer Malerei mit dem Verhältnis zwischen Bewussten und Unbewussten auseinander. Ihre Motive findet sie im Alltag: Menschen, Objekte, Straßen und Begegnungen sowie erinnerte Empfindungen. Auf koreanischem Maulbeerbaumpapier hält sie ihrer Erfahrungen in Naturfarbpigmenten fest und choreographiert die Versatzstücke zu so realen wie surrealen Szenen. Jang baut die Motive zu einem in sich geschlossen, imaginären Raum zusammen, lädt die Betrachter in ihren privaten und intimen Kosmos ein. Bilder, die auf den ersten Blick vertraut erscheinen, steigern sich bei näherer Betrachtung durch ihre komplexe Komposition und eigentümliche Narration ins Surrealistische. Sie wirken verträumt und verspielt und versunken. Pflanzen verwachsen mit Körperteilen, Waldlandschaften verwandeln sich in Alltagsobjekte, ein Straßenbild wird auf einem Keramikteller serviert, eine Frau trägt auf dem Kopf einen grün wuchernden Wald. Im Mittelpunkt der Bilder stehen stets menschliche Körper, die zu ihrer Umgebung – ob Stadt oder Natur – ein besonderes Verhältnis entwickeln. In ihrer Malerei beschäftigt sich Jang mit ihren psychischen Erfahrungen, und sensuellen Empfindungen, stellt ihre subjektiven Wahrnehmung in Frage und erforscht die Abgründe des Unbewussten.

Lee, Ju Ree
"To Live"
1994 B.A. Bildende Kunst, Won-Gwang University, Jeonju, Republik Korea   

Lee Ju Ree hat in Berlin ihre Serie „to live“ fortgesetzt. In ihrer großformatigen Malerei konfrontiert sie die Betrachter mit verflochtenen nackten „Körpern“. Der Körper ist schutzlos seinen Gefühlen, seinen Trieben und Abgründen ausgeliefert. Radikal zugleich erhaben, in sich verdreht, und miteinander verflochten malt Lee die Menschen, am liebsten aber männliche Körper, die keine Identität haben, und auch kein erkennbares Gesicht aufweisen. Körper, bestehend aus Wülsten und Muskelmassen, sind nur durch Licht und Schattenwirkung in ihrer rot und grau gehaltenen Farbumgebung erkennbar. Mit flachem Auftrag der Ölfarbe, ohne dicke, pastose Malschichten, die durch ihren meisterhaften Umgang mit der Schattierungstechnik ergänzt wird, stellt Lee die miteinander verbundenen, ja verwobenen Körper wie im Moment eines Erschaffungsaktes oder eines Erlösungsaktes dar. Die Körper scheinen schwerlos in der Luft zu schweben, entweder sich aufzulösen oder gerade zu entstehen. In ihrer Serie „ to live“ setzt sich die Künstlerin seit Jahrzehnten mit dem Thema „Leben“  auseinander, mit unserem existentiellen Ausgeliefertsein und unserer Suche nach Gemeinschaft.

Venue
Kunstverein L102.art I www.l102.art
Lützowstraße 102 - 104, 2. Hinterhof, Aufgang C., 10785 Berlin
 
Öffnungszeiten nach Vereinbarung
kvl102art@gmail.com
info@keumprojects.com

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von: 

2017년 8월 30일 
 
Künstlerinnen
Jang, Young Ae
Lee, Ju Ree
 
Venue
Kunstverein L102.art I
Lützowstraße 102 - 104, 2. Hinterhof, Aufgang C.,
10785 Berlin

Eröffnung
Donnerstag, 2. November 2017, 19h